Im Januar 2018 zerrte ich mir den hinteren Oberschenkelmuskel und musste deswegen zum Arzt. Da mein Knie schon seit Sommer 2017 schmerzte untersuchte der Doktor es gleich mit. Er sagte, dass meine Patella sehne (unter der Kniescheibe) stark gereizt sei und verschrieb mir Physiotherapie. Nach ein paar Monaten verbesserte sich mein Knie leider nicht und wir beschlossen ein MRI zu machen. Das MRI zeigte, dass ein Stück meines Knorpels unter meiner Kniescheibe sich gelöst hatte. Um wirklich fest zu stellen, ob das wirklich der Grund für meine Schmerzen war betäubte der Arzt die Stelle meines Knies, um zu simulieren wie es sich anfühlen würde, wenn dieses Stück draussen wäre. Nach der Spritze konnte ich Springen, Rennen und Treppensteigen ohne Schmerzen. Es gab nun zwei Möglichkeiten. Entweder musste ich sechs Wochen auf Krücken Laufen und wenn es dann nicht besser geworden wäre, hätte ich noch operiert werden müssen. Oder der Arzt operierte mich sofort und es wäre acht Wochen später wieder gut. Ich entschied mich für die Operation und wurde am 12. März 2018 um 7:00 im Spital Münsterlingen Operiert. Bei der OP stellte der Arzt fest, dass der ganze Knorpel unter meiner Kniescheibe sich aufgelöst hatte und von der Konsistenz wie Kaugummi war. Unter diesen Umständen musste er alles Kaputte rausnehmen und meine ganze Kniescheibe mit einem Bohrer durchlöchern, damit sich das Gewebe wieder vollständig aufbaut. Nach der OP musste ich sechs Wochen auf Krücken laufen und danach durfte ich wieder langsam anfangen mein Knie voll zu belasten. Als ich die Krücken endlich los war und ich wieder voll durchstarten wollte mit trainieren und so machte mein Knie aber leider ich nicht mit. Wir gingen wieder zum Arzt und er sagte, dass das ganze Narbengewehbe noch nicht verheilt war und ich noch warten müsse mit trainieren. Um den Heilungsprozess zu beschleunigen bekam ich Spritzen. Die Spritzen bestanden aus meinem Blut, aus dem alle weissen Blutkörperchen rausgefiltert worden waren. Die Spritzen taten höllisch weh und hinterliessen ziemlich schmerzhafte blaue Flecke. Leider wurde mein Knie dadurch auch nicht besser. Deswegen gingen wir in die Universitätsklinik Balgrist in Zürich. Sie machten dort nochmal ein MRI und Röntgen alles. Der Arzt sagte, dass noch nichts verheilt sei und ich noch ein halbes Jahr warten müsste, bis ich wieder anfangen dürfte zu Trainieren. Wenn es dann nicht gut wäre, müsste ich mir eine andere Sportart suchen. Daraufhin war ich ziemlich am Boden zerstört und hatte fast keine Hoffnung mehr. Doch dank meinen Medikamenten und der Therapie ging es meinem Knie immer besser. Um den Heilungsprozess zu beschleunigen gab mein Arzt mir Spritzen, die ich mir selber spritzen muss. Sie bestehen aus dem verflüssigtem Kniegelenk einer Kuh. Diese Spritzen halfen mir sehr und mein Knie verheilte immer schneller. Am 18. Januar 2019 Durfte ich dann das erste Mal nach über einem Jahr wieder trainieren. Es war das beste Gefühl endlich wieder auf den Matten zu stehen und kämpfen zu dürfen. Nächste Woche darf ich an meinem ersten Turnier teilnehmen und ich bin schon ganz aufgeregt. Mein Knie ist zwar immer noch nicht ganz verheilt. Aber dank viel Tape, regelmässigem Spritzen und fleissigem Training kann ich mittlerweile ohne grosse Schmerzen trainieren. Manchmal tut es noch weh, dann muss ich eine Pause machen und es massieren und eincremen. 

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